IQM Initiative Qualitätsmedizin

„Die systematische Befassung mit dem Thema Qualitätssicherung in einer übergreifenden Plattform durch die Initiative Qualitätsmedizin ist sehr zu begrüßen“ Dr. med. Günther Jonitz,
Präsident der Ärztekammer Berlin

Neue Transparenz bei Krankenhäusern

Insgesamt 92 deutsche Kliniken veröffentlichen heute ihre Qualitätsergebnisse im Internet (www.initiative-qualitaetsmedizin.de). Damit geben die Mitgliedskliniken der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) bundesweit den Startschuss für einen Prozess der aktiven, kontinuierlichen Qualitätsverbesserung.

Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse zeigen die Häuser, wo ihre Stärken liegen, aber auch, wo eine bessere Behandlungsqualität, weniger Komplikationen und letztendlich die Vermeidung von Todesfällen möglich ist.

Unbestritten ist, dass die Versorgungsqualität in Deutschland ein hohes Niveau hat. Unbestritten ist aber auch, dass es nach wie vor erhebliche Qualitätsunterschiede und Verbesserungspotenzial gibt. Dieses Potenzial sichtbar zu machen und durch aktives Fehlermanagement zu heben, hat sich IQM zum Ziel gesetzt.

Aus den heute auf den Internetseiten der Kliniken veröffentlichten Ergebnissen lässt sich ablesen, wie erfolgreich eine Klinik Patienten bei wichtigen Krankheiten, etwa beim Schlaganfall oder beim Herzinfarkt, behandelt. Die Ergebnisse sind Teil der 2009er IQM-Datenauswertung von über 1,7 Millionen stationären Behandlungsfällen.

„Unsere aktuellen Qualitätsergebnisse belegen unsere Stärken im Vergleich zum Bundesdurchschnitt, zeigen den Kliniken aber auch, bei welchen Krankheitsbildern sie sich verbessern müssen“, sagte Dr. Francesco De Meo, Präsident des Vorstandes der Initiative Qualitätsmedizin, heute bei einer Pressekonferenz in Berlin. „Liegt z.B. in einer Klinik die Sterblichkeit bei Patienten mit Lungenentzündung deutlich über dem zu erwartenden Wert, so gibt es hier offensichtlich Verbesserungspotenzial.“

Der nächste Schritt ist, mit Hilfe des sogenannten Peer Review Verfahrens, den Ursachen der Abweichung auf den Grund zu gehen. Dabei setzen sich Chefärzte aus IQM-Mitgliedskliniken zusammen, um auffällige Komplikationen und Behandlungsergebnisse in konkreten Fallstudien auf mögliche Fehler in Abläufen und Strukturen zu analysieren. So werden die Schwachstellen identifiziert und Maßnahmen zur Verbesserung festgelegt.

„Unser Verfahren ist effektiv, es setzt auf eine offene Fehlerkultur und einen permanenten Verbesserungsprozess bei der Behandlung der Patienten“, so De Meo. „Wir unterscheiden uns damit wesentlich von Klinikführern oder anderen Qualitätsinitiativen, die lediglich Marketing betreiben.“

Presseanfragen:
Christian Rohn, Geschäftsführer
Telefon: +49 30 34 661 - 051
christian.rohn@initiative-qualitaetsmedizin.de