Zurück zur Homepage
Konsequent transparent – Qualität bewegt immer mehr

Konsequent transparent – Qualität bewegt immer mehr

  • IQM führt 70 Peer-Review-Verfahren zur Verbesserung der medizinischen Qualität in Kliniken mit auffälligen Ergebniswerten durch
  • 200 Chefärzte sind als Peers dabei

Berlin, 22.05.2012

IQM-Kliniken aus Deutschland und der Schweiz veröffentlichen heute aktuelle medizinische Qualitätsergebnisse im Internet. „Die Ergebnisse sind vollständiger, verlässlicher und überprüfbarer als die hierzulande im Rahmen der gesetzlichen Qualitätssicherung veröffentlichten“, erklärt Dr. Francesco De Meo, Präsident des IQM-Vorstandes. IQM hat dafür DRG-Routinedaten von über 3,3 Mio. stationären Behandlungsfällen (Vorjahr: 2,16 Mio.) mit dem derzeit umfassendsten Indikatorensatz (IQM Version 2.1) zur Messung und Verbesserung von Behandlungsergebnissen auswerten lassen. In Österreich und der Schweiz gehören die von IQM eingesetzten Indikatoren bereits zum nationalen Standard. Die freiwillige Ergebnistransparenz motiviert die bei IQM teilnehmenden Krankenhäuser, Behandlungsprozesse und Komplikationsraten konsequent zu verbessern. Denn mit den aktuellen Ergebnissen zeigen die IQM-Kliniken zwar für viele Krankheitsbilder, wo sie besser sind als der Bundesdurchschnitt, vor allem aber auch, bei welchen Krankheitsbildern sie sich verbessern können.

Konsequent transparent sind auch die von IQM durchgeführten Peer-Review-Verfahren. Das Verfahren ist ein Instrument der ärztlichen Qualitätssicherung, fokussiert auf die Identifikation von Fehlervermeidungs- und Verbesserungspotenzial in komplexen medizinischen Behandlungsabläufen. Peers sind bei IQM ausschließlich klinisch tätige Chefärzte aus dem IQM-Netzwerk. Anfang Mai hat IQM beschlossen, die teilnehmenden Kliniken dieses Jahr mit 70 Peer-Review-Verfahren (Vorjahr: 42) zu unterstützen. Erstmals profitieren auch IQM-Krankenhäuser aus Österreich und der Schweiz von einem Review. „Diese deutliche Erweiterung verdanken wir unseren mittlerweile 200 Peers“, so De Meo. Die Peers werden zwischen Juni und Oktober, in interdisziplinären Teams, Chefarztkollegen aus Kliniken besuchen, die aufgrund auffälliger Ergebniswerte von IQM zentral für ein Peer Review ausgewählt wurden. Vor Ort analysieren die Peers jeweils 15 bis 20 Behandlungsakten verstorbener Patienten und erarbeiten einen Katalog mit konkreten Verbesserungsmaßnahmen. Für alle Beteiligten gleichermaßen wertschöpfend ist die auf Augenhöhe statt findende Diskussion der Ergebnisse. „Die Entwicklung gerade bei den IQM-Kliniken, die im Jahr 2010 ein Peer-Review bekommen haben zeigt, dass sich die Ergebniswerte verbessern – Peer Reviews bewegen also was!“, sagt De Meo.

Hier geht es zur Ergebnisentwicklung nach einem Peer-Review-Verfahren.

Der konstruktive Umgang mit Fehlern und die Möglichkeit voneinander zu lernen, bewegen immer mehr Krankenhäuser und Chefärzte zur aktiven Teilnahme an IQM. Dieses Jahr haben sich bereits 55 Krankenhäuser für IQM und 48 Chefärzte für eine Fortbildung zum IQM-Peer nach dem Curriculum „Ärztliches Peer-Review“ der Bundesärztekammer entschieden. Gemeinsam mit der Ärztekammer Berlin und der Landesärztekammer Baden-Württemberg hat IQM im März und Mai drei Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt.

Hier geht es zum Statement der Bundesärztekammer zum Peer Review Verfahren von Dr. Günther Jonitz.

Link zu den veröffentlichten IQM-Durchschnittsergebnissen:
http://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/qualitatsmethodik/qualitatsergebnisse/

Websites der IQM-Mitgliedskrankenhäuser mit den dort veröffentlichten Ergebnissen:
http://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/wir-uber-uns/mitgliedskliniken/

Peer-Review-Ergebnisposter 2011:
http://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/media/media_files/2011/12/Beispielposter_2011.pdf

Pressestimmen über IQM:
http://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/presse/pressestimmen/

 

Die Initiative Qualitätsmedizin (IQM)
Führende Krankenhausträger haben sich 2008 zur „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM) zusammen geschlossen. Die trägerübergreifende Initiative mit Sitz in Berlin ist offen für alle Krankenhäuser aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Vorhandenes Verbesserungspotenzial in der Medizin sichtbar zu machen und zum Wohle der Patienten durch aktives Fehlermanagement zu heben, ist das Ziel von IQM. Dafür stellt IQM den medizinischen Fachexperten aus den teilnehmenden Krankenhäusern innovative und anwenderfreundliche Instrumente zur Verfügung. Die Mitglieder der Initiative verpflichten sich, drei Grundsätze anzuwenden: Qualitätsmessung mit Routinedaten, Veröffentlichung der Ergebnisse und die Durchführung von Peer-Review-Verfahren. In derzeit 219 Krankenhäusern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz versorgen die IQM-Mitglieder jährlich rund 3,5 Mio. Patienten stationär. In Deutschland liegt ihr Anteil an der stationären Versorgung bei rund 17 %, in Österreich bei 15 % und in der Schweiz bei ca. 10 %.

 

Kontakt:

IQM Initiative Qualitätsmedizin e.V.
Friedrichstraße 166, 10117 Berlin
Christian Rohn
Geschäftsführer
Tel.: 030-34 661 051
E-Mail: christian.rohn@initiative-qualitaetsmedizin.de

Anita Budic
Referentin
Tel.: 030-34 661 084
E-Mail: anita.budic@initiative-qualitaetsmedizin.de