Wissenschaftlicher Beirat
Der Wissenschaftliche Beirat der Stiftung IQM Initiative Qualitätsmedizin gGmbH unterstützt den IQM Initiative Qualitätsmedizin e.V. sowie seine Organe und Ausschüsse laufend durch fachliche Beratung bei
- der wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Qualitätsmethodik
- der wissenschaftlichen Beurteilung der Qualitätsergebnisse
- der Förderung der Organisation und Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
- sowie hinsichtlich aller sonstigen Maßnahmen des Vereins zur Erreichung seiner Vereinsziele.
In den Wissenschaftlichen Beirat werden Persönlichkeiten berufen, von denen wesentliche Beiträge zu den genannten Aufgaben erwartet werden können. Zusätzlich werden Experten-Panels gebildet, um konkrete Aufgabenstellungen zu bearbeiten.
Weiterentwicklung der Qualitätsmethodik
IQM arbeitet satzungsgemäß mit Qualitätsindikatoren auf Basis von Routinedaten, veröffentlicht die klinikbezogenen Qualitätsdaten regelmäßig und praktiziert eine kollegiale Beratung (Peer Review) in Problemfällen zur Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität.
Qualitätsmanagement mit Routinedaten stellt eine Methode dar. Diese Methodik bedarf der wissenschaftlich fundierten Weiterentwicklung, z.B. müssen neue Indikatoren entwickelt und bezüglich ihrer Wirksamkeit überprüft werden.
Derzeit aktive Experten-Panels:
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Entwicklung eines MRSA-Indikators mit Zusatzkennzeichen "bei Aufnahme vorhanden" aus Routinedaten
- Alterstraumatologie: Weiterentwicklung der Qualitätsindikatoren zu hüftgelenksnahen Frakturen
Über den Krankenhaussektor hinaus gilt es, die Rehabilitation und die ambulante Versorgung einzubeziehen. Die laufende methodische Qualitätskontrolle gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Wissenschaftlichen Beirats.
Jede wissenschaftliche Methode bedarf des Vergleichs mit anderen Methoden ähnlicher Zielsetzung. Bei IQM sind das z.B. obligatorische Qualitätsberichte SGB V, BQS-Qualitätsreports, diverse Register, Patient Safety Indicators (PSI). Vor- und Nachteile aller Methoden müssen intern bewertet werden. Chancen der kooperativen Ergänzung von IQM durch andere Verfahren sind zu beurteilen. Diesen Aufgaben soll sich u.a. der Wissenschaftliche Beirat widmen.
Beurteilung der Qualitätsergebnisse
Die wissenschaftliche Beurteilung der Ergebnisse von IQM erfolgt zunächst intern, anschließend müssen diese Ergebnisse einer Diskussion in wissenschaftlichen Tagungen und Veröffentlichungen ausgesetzt werden. Hier hat der wissenschaftliche Beirat die Aufgabe einer kritischen Hilfestellung für Vorstand und Mitglieder von IQM.
IQM bietet den Vorteil, in vielen Fällen Ergebnisqualität zu messen. Einer wissenschaftlichen Bewertung müssen dabei die Fragen unterzogen werden, welche strukturellen und prozeduralen Gegebenheiten das Ergebnis verbessern. Das ist keine einfache Aufgabe, sie bedarf der kritischen Begleitung durch den Wissenschaftlichen Beirat. Auch die Versorgungsforschung ist an dieser Art von Ergebnissen interessiert.
Beiträge zur Versorgungsforschung
Die Ergebnisse von IQM sind auch für die Versorgungsforschung von großem Interesse. Sie bieten erstmals ausreichend und schnell verfügbares Datenmaterial zur Beantwortung der auch vom Wissenschaftsrat oft gestellten Frage, wie viel vom theoretisch möglichen Optimum der Versorgung beim einzelnen Patienten unter Routinebedingungen ankommt. Entsprechende Beiträge zur Versorgungsforschung organisiert der Wissenschaftliche Beirat.
Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats
- Prof. Dr. med. Peter C. Scriba, Präsident des Wissenschaftlichen Beirates von IQM, Präsident des wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer
- Dr. med. Regina Klakow-Franck, stv. Hauptgeschäftsführerin der Bundesärztekammer
- Jürgen Klauber, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO)
- Prof. Dr. med. Ralf Kuhlen, Geschäftsführer Medizin der HELIOS Kliniken GmbH
- Prof. Dr. Thomas Mansky, Leiter des Fachgebiets Strukturentwicklung und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen der Technischen Universität Berlin
- Prof. Dr. med. Bernt-Peter Robra, Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Präsident des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e.V.
- Dr. rer. soc. Ingrid Schubert, Leiterin der PMV Forschungsgruppe der Universität Köln
- Prof. Dr. Hans-Konrad Selbmann, Mitglied des Präsidiums Arbeitsgemeinschaft Medizinischer Wissenschaftlicher Fachgesellschaften (AWMF) am Institut für Medizinische Informationsverarbeitung der Universität Tübingen
- Prof. Dr. med. Hartmut Siebert, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V.
