POA
present-on-admission
Ziel
Das Zusatzkennzeichen „bei Aufnahme bestehender" Krankheitszustände gegenüber „im Krankenhaus erworben“, sollte aus Sicht von IQM immer dann bei besonders gekennzeichneten Diagnosen verschlüsselt werden, wenn ein Auftreten der Diagnose nach Aufnahme für die Behandlungsqualität von Bedeutung ist. Eine sektorenübergreifende Qualitätsanalyse würde ebenfalls erleichtert.
Status Quo
Bisher ist eine solche Unterscheidung in Deutschland gemäß ICD-Katalog nur bei Pneumonien möglich. Mittels Routinedaten kann, z.B. für die Beurteilung der Behandlungsqualität nicht festgestellt werde, wie viele Patienten Dekubitus im Krankenhaus erworben haben.
Maßnahme
Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WidO) und IQM haben beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) wiederholt Vorschläge für die Zusatzkennzeichnung „bei Aufnahme im Krankenhaus vorhanden“ im ICD-Katalog eingereicht. Für den Fall, dass ein Auftreten der Diagnose „nach Aufnahme“ für die Behandlungsqualität von Bedeutung ist, können darüber wertvolle Information für die Zwecke der Qualitätsmessung und –verbesserung aus Routinedaten gewonnen werden.
Die bisherigen Vorschläge des Experten-Panels wurden im formalen Verfahren abgelehnt, da das Thema zunächst politisch entschieden werden müsse. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat den G-BA zwischenzeitlich beauftragt, das Thema POA zu bewerten.
Ausblick
Bei Umsetzung der beiden spezifizierten Änderungsvorschläge würde bei Dekubitus und kardigenem Schock eine entsprechend differenzierende Zusatzkennzeichnung wirksam.
